Der Huntsville Independent School District schließt mit Google for Education die digitale Kluft

Hintergrund

Der Huntsville Independent School District (HISD) ist ein Schulbezirk in Huntsville, Texas mit 6.300 Schülern zwischen 3 und 18 Jahren, verteilt auf 9 öffentliche Schulen. Der Bezirk möchte einen vielseitigen Unterricht anbieten, unter anderem auch Berufsbildung. So soll der spätere Erfolg der Kinder sichergestellt werden. Der HISD will den Schülern vor allem die Möglichkeit geben, auf Online-Lernressourcen zuzugreifen, um die einkommensbedingte digitale Kluft zwischen den Schülern zu schließen. 70 % der Schüler sind auf kostenlose oder vergünstigte Mahlzeiten angewiesen.

"Mittlerweile erweitere ich Lektionen oft um zusätzliche Aktivitäten und gemeinsamen Lernmöglichkeiten. Das kann der Gruppe oder bestimmten Schülern helfen, sich tiefer in ein Thema einzuarbeiten. Diese Flexibilität verdanke ich Chromebooks."

Charly Baker, Mathematiklehrer für die Mittelstufe, Huntsville Independent School District

Die Herausforderung

Der HISD wollte im Unterricht neue Wege gehen und Technologie effizient einsetzen. Ziel war es, die Motivation und das Lernen der Schüler zu verbessern. Im Bezirk hatten aber nicht alle Schulen und Schüler Zugang zu Online-Lernressourcen. Wenn ein Lehrer in seinen Kursen Technologie einsetzen wollte, musste er erst einen Termin in einem der Computerräume buchen. Diese waren allerdings ständig belegt. Im ersten Schritt investierte der HISD stark in die WLAN-Infrastruktur und legte damit den Grundstein für den Einsatz von Online-Lernressourcen.

Die Kosten für die Hardware waren das Hauptproblem. Der Exchange-E-Mail-Server war unzuverlässig und virenanfällig. Und diese Wartungsaufgaben verbrauchten finanzielle Mittel, die eigentlich für neue Schülergeräte gedacht waren.

Amy Mayer, Director of Staff Development and District Initiatives für den HISD, erläutert: "Wir brauchten für die tägliche Arbeit dringend eine kostengünstige Technologie mit geringem Wartungsaufwand."

Lösung

Wegen des einfachen Zugriffs auf Onlineressourcen, der Erschwinglichkeit und der Strapazierfähigkeit entschied sich der HISD für Chromebooks. In der Pilotphase 2012 wurden 350 Chromebooks für die Junior High und die Highschool angeschafft. Chromebooks, die Laptops von Google mit Chrome OS, sind schnelle, tragbare und sichere Geräte, mit denen Schüler ganz einfach online Lernressourcen finden, zusammenarbeiten und lernen können.

Der Bezirk registrierte sich außerdem für Google Apps for Education. Hierbei handelt es sich um webbasierte Produktivitätstools für E-Mail, Kalender und Dokumente, die für Bildungseinrichtungen kostenlos sind. Dadurch war die teure und wartungsintensive Lösung mit dem Exchange-Server nicht länger nötig. Eingesparte Zeit und Ressourcen konnten an anderer Stelle eingesetzt werden.

"Es ist wirklich praktisch, ein Gerät zu haben, bei dem alles online gespeichert ist und das blitzschnell startet. Dadurch können Lehrer die Geräte im Unterricht jederzeit einsetzen. Wir waren wirklich überrascht, wie kostengünstig und praktisch die Chromebooks sind im Vergleich zu den Kosten für Softwarelizenzen, Server und laufende Wartung bei normalen Laptops", fügt Mayer hinzu.

Vorteile

Huntsville hat mittlerweile über 800 Chromebooks und kauft immer wieder neue dazu. Da es nur Sekunden dauert, um ein Chromebook hochzufahren, und mit ihnen ein einfacher Zugang zu Google-Apps und Onlineressourcen möglich ist, waren Lehrkräfte und Schüler von Anfang an von den Geräten begeistert.

"Die Auswirkungen der Chromebooks auf den Unterricht, die Lehrer und auch die Eltern sind phänomenal. Einige Eltern sind vor Dankbarkeit tatsächlich in Tränen ausgebrochen, weil die Schule ihren Kindern etwas so Wichtiges zur Verfügung stellte, das sie selbst sich nicht leisten konnten: den Zugang zu Online-Lernressourcen in der Schule und zu Hause."

Amy Mayer, Director of Staff Development and District Initiatives, Huntsville Independent School District

Schülerorientiertes Lernen

Durch die Onlineressourcen ist ein selbstbestimmtes Lernen möglich. Früher waren Schüler davon abhängig, dass Lehrer ihnen Antworten und Informationen gaben, jetzt können sie Themen eigenständig recherchieren. Wenn Schüler doch einen Rat brauchen, dann geht es meist nicht um einfache Fakten, sondern um kreative Fragen, die in die Tiefe gehen. Und die Arbeiten reflektieren das zusätzliche Wissen.

Ein Beispiel hierfür ist ein Projekt zum Thema "Power for Food". Dabei führten die Schüler 7 Tage lang ein Essenstagebuch, um zu herauszufinden, welche Nährstoffe sie aufnehmen. Brenda Schultz, Mathematiklehrerin für die 7. Klasse, erklärt: "Es war wirklich interessant, wie intensiv sich die Kinder beteiligten. Auf dem Papier wäre es nur eine Tabelle oder ein Absatz aus einem Buch gewesen. Doch mit Chromebooks und Google-Apps konnten die Schüler umfassendere Arbeiten zusammenstellen und sie mit detaillierten Untersuchungen, Bildern und Videoinhalten versehen."

Mehr Ressourcen für Lehrer

Mit Chromebooks sind Lehrer bei der Unterrichtsplanung flexibler. Charly Baker, ein Mathematiklehrer für die Mittelstufe, erklärt: "Die Chromebooks haben mir geholfen, beim Unterrichten neue Wege zu gehen. Mittlerweile erweitere ich Lektionen oft um zusätzliche Aktivitäten und gemeinsamen Lernmöglichkeiten. Das kann der Gruppe oder bestimmten Schülern helfen, sich tiefer in ein Thema einzuarbeiten. Diese Flexibilität verdanke ich Chromebooks."

Besserer Zugang zu Lernmaterial – jederzeit und überall

Die Schüler können die Chromebooks auch mit nach Hause nehmen. Für einige war es das erste Mal, dass sie außerhalb des Unterrichts Zugang zu einer solchen Technologie und derartigen Lernressourcen hatten. Mit Google Docs können die Kinder von überall auf alle Dokumente zugreifen, die sie in der Klasse erstellt haben. So können sie ihre Arbeit zu Hause fortsetzen. Dieser bequeme Zugang ist besonders wichtig für Schüler, die durch Teilzeitjobs ihre Familie unterstützen müssen. Susan Cason, Mathematiklehrerin für die Oberstufe, berichtet: "Einer meiner Schüler hat einen Teilzeitjob, um seiner Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Seine Leistungen wurden schlechter, weil er nach der Schule arbeiten musste. Mit dem Chromebook kann er nach Feierabend seine Hausaufgaben machen und mithilfe von Onlinevideos weiter lernen. Dadurch werden seine Noten nun wieder besser."

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